AJIMATI FOOTBALL

Mein Spielmodell

Die Formation gibt Orientierung. Prinzipien bestimmen das Verhalten. Ich mache keine Formation zur Ideologie. Strukturen ändern sich mit Spielern, Gegnern und Spielständen. Konstant bleiben die Prinzipien unten: wie wir uns in jeder Spielphase verhalten wollen und warum.

Mit dem Ball

Eine stabile Struktur schaffen, den freien Spieler finden und zielgerichtet nach vorne spielen.

Erste Aufbauphase
Mit Überzahl gegen die erste Pressinglinie aufbauen, meist mit einem Spieler mehr, als der Gegner anlaufen lässt.
Progression
Über den freien Spieler nach vorne spielen, nicht über den ersten möglichen Pass. Spiel über den Dritten löst Druck, ohne Risiko zu erzwingen.
Breite und Tiefe
Die letzte Linie des Gegners mit Tiefe binden und mit Breite auseinanderziehen, damit zentrale Räume aufgehen.
Zentrale Besetzung
Präsenz zwischen den Linien halten, damit sich der Gegner zwischen Pressing und Absichern entscheiden muss.
Verhalten im letzten Drittel
Den Strafraum mit klaren Rollen besetzen: kurzer Pfosten, langer Pfosten, Rückraum und Strafraumgrenze.
Mit dem Ball: Spiel über den Dritten: Die Acht lässt sich fallen und legt auf die Sechs ab, die nun aufgedreht ist, während die Zehn zwischen den Linien frei steht.Eigene Hälfte, Angriff von links nach rechts. 8 eigene Spieler (gefüllt). 4 Gegenspieler (umrandet). 3 Pässe. 1 Laufweg. Zone: Central overload.CENTRAL OVERLOAD145681023910711
  • Eigenes Team
  • Gegner
  • Pass
  • Laufweg
  • Zielzone
Spiel über den Dritten: Die Acht lässt sich fallen und legt auf die Sechs ab, die nun aufgedreht ist, während die Zehn zwischen den Linien frei steht.

Gegen den Ball

Zuerst Räume kontrollieren, dann mit klaren Auslösern pressen und das Zentrum schützen.

Pressingidee
Pressen, um den Ball in nützlichen Zonen zu gewinnen, nicht um ihm hinterherzulaufen. Jedes Pressing hat einen Auslöser, eine Richtung und Absicherung dahinter.
Pressingauslöser
Rückpässe, schlechte erste Ballkontakte, Spieler mit dem Rücken zum Spiel und Pässe auf den Außenverteidiger.
Kompaktheit
Kurze Abstände zwischen den Linien, damit der Gegner zwischen ihnen nicht aufgedreht angespielt werden kann.
Zentrum schützen
Das Spiel nach außen lenken, bevor wir pressen. Zentraler Zugang tut uns am meisten weh.
Pressingfallen am Flügel
Die Seitenlinie als zusätzlichen Verteidiger nutzen. Die ballferne Seite schiebt mit, damit die Falle keinen Ausweg hat.
Restverteidigung
Wenn wir hoch pressen, bleiben genug Spieler hinter dem Ball, um den Konter zu verteidigen.
Gegen den Ball: Auslöser: Pass auf den Außenverteidiger. Der Flügelspieler presst im Bogen, der Stürmer schneidet den Rückpass ab und die Acht stellt die Sechs zu.Gegnerische Hälfte, Angriff von links nach rechts. 5 eigene Spieler (gefüllt). 6 Gegenspieler (umrandet). 3 Laufwege. 2 Pressingaktionen. Zone: Wide trap.WIDE TRAP145623978210
  • Eigenes Team
  • Gegner
  • Laufweg
  • Pressing
  • Zielzone
Auslöser: Pass auf den Außenverteidiger. Der Flügelspieler presst im Bogen, der Stürmer schneidet den Rückpass ab und die Acht stellt die Sechs zu.

Umschalten nach Ballgewinn

Die erste Aktion nach der Balleroberung entscheidet, ob die Chance entsteht.

Erste Aktion nach vorne
Zuerst nach vorne schauen. Wenn der Pass nach vorne da ist, früh spielen, bevor sich der Gegner ordnet.
Räume erkennen
Den Raum attackieren, den der Gegner durch aufgerückte Spieler offen lässt, meist hinter den Außenverteidigern.
Unterstützende Läufe
Zwei Läufe in die Tiefe und eine Anspielstation hinter dem Ball für den sicheren Pass.
Entscheidungen beim Konter
Wenn der Konter nicht möglich ist, den Ball halten und in die eigene Ballbesitzstruktur übergehen.
Umschalten nach Ballgewinn: Balleroberung im Mittelfeld: früher Pass auf den Stürmer, die Flügelspieler laufen in die Kanäle hinter dem aufgerückten Außenverteidiger.Ganzes Spielfeld, Angriff von links nach rechts. 5 eigene Spieler (gefüllt). 4 Gegenspieler (umrandet). 1 Pass. 3 Laufwege. Zone: Space behind.SPACE BEHIND69711104582
  • Eigenes Team
  • Gegner
  • Pass
  • Laufweg
  • Zielzone
Balleroberung im Mittelfeld: früher Pass auf den Stürmer, die Flügelspieler laufen in die Kanäle hinter dem aufgerückten Außenverteidiger.

Umschalten nach Ballverlust

Sofort nach dem Ballverlust reagieren und dann entscheiden: zurückerobern oder verzögern.

Gegenpressing
Die nächsten Spieler gehen sofort auf den Ball, solange die erste Ballannahme des Gegners noch unsicher ist.
Verzögern
Wenn wir den Ball nicht gewinnen können, den Pass nach vorne verhindern und Zeit für die Rückwärtsbewegung gewinnen.
Rückwärtsbewegung
Durch zentrale Wege Richtung eigenes Tor zurücklaufen, nicht Richtung Ball.
Zentrum schützen
Die Restverteidigung schließt zuerst die Mitte. Konter über außen sind langsamer und leichter zu verteidigen.
Umschalten nach Ballverlust: Drei Spieler gehen gleichzeitig auf den Ball. Die Sechs und beide Innenverteidiger bleiben als Restverteidigung und schützen das Zentrum.Gegnerische Hälfte, Angriff von links nach rechts. 6 eigene Spieler (gefüllt). 3 Gegenspieler (umrandet). 3 Pressingaktionen. Zone: Counterpress.COUNTERPRESS81074568611
  • Eigenes Team
  • Gegner
  • Pressing
  • Zielzone
Drei Spieler gehen gleichzeitig auf den Ball. Die Sechs und beide Innenverteidiger bleiben als Restverteidigung und schützen das Zentrum.

Standards

Strukturierte Vorbereitung, die kleine Vorteile schafft.

Offensive Ecken
Feste Zonen, abgestimmtes Timing und Blöcke, vorbereitet gegen das Deckungssystem des Gegners.
Defensive Ecken
Ein klarer Raumdeckungskern mit Manndeckung gegen die stärksten Kopfballspieler.
Freistöße
Einfache Varianten, denen die Spieler vertrauen, mit einer geübten Täuschungsvariante.
Zweite Bälle
Spieler an der Strafraumgrenze, bereit für den Abpraller und die erneute Hereingabe.
Standards: Eingedrehte Ecke in die Zone am kurzen Pfosten, ein Täuschungslauf zieht den Raumdecker weg und die Zehn sichert die Strafraumgrenze für zweite Bälle.Letztes Drittel, Angriff von links nach rechts. 6 eigene Spieler (gefüllt). 6 Gegenspieler (umrandet). 1 Pass. 3 Laufwege. Zone: Target.TARGET74591061
  • Eigenes Team
  • Gegner
  • Pass
  • Laufweg
  • Zielzone
Eingedrehte Ecke in die Zone am kurzen Pfosten, ein Täuschungslauf zieht den Raumdecker weg und die Zehn sichert die Strafraumgrenze für zweite Bälle.

Spielerrollen

Torwart
Teil des Spielaufbaus und sicher darin, in der ersten Phase den zusätzlichen Spieler zu schaffen.
Innenverteidiger
Andribbeln, wenn die erste Linie anläuft, nach vorne verteidigen und die Restverteidigung führen.
Außenverteidiger
Breite oder Unterstützung im Halbraum, je nach Position des Flügelspielers. Einer bleibt in Balance, wenn der andere angreift.
Sechser
Verbindet erste und zweite Aufbauphase und schirmt nach Ballverlust das Zentrum ab.
Achter
Zwischen den Linien anspielbar, mit Läufen in den Strafraum und als Taktgeber im Gegenpressing.
Flügelspieler
Bindet den Außenverteidiger, attackiert den langen Pfosten und stellt die Pressingfalle.
Stürmer
Bindet die Innenverteidiger, verbindet das Spiel und entscheidet, wann das Pressing beginnt.

Trainingsprinzipien

  1. Das Problem tritt oft auf

    Einheiten sind so gestaltet, dass die Spielsituation, an der wir arbeiten, sehr oft vorkommt.

  2. Spielnahe Regeln

    Richtung, Gegner und Entscheidungen in jeder Übung. Übungen ohne Gegner nur mit klarem Zweck.

  3. Klare Orientierungspunkte

    Spieler bekommen einfache Hinweise, die sie im Spieltempo erkennen.

  4. Messen, was wir trainieren

    Jeder Trainingsblock hat ein oder zwei Kennzahlen, die wir danach überprüfen.

Zu den Trainingsformen

Sprechen wir über Fußball

Offen für Aufgaben im Coaching, in der Analyse und in der Fußballentwicklung.